Literatur zum Thema
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Filmfinanzierung
Filmfinanzierung und Filmförderungen
Sie haben
eine geniale Filmidee ... und gleich stellt sich die Frage:
"Wie finanziert man das Projekt, woher bekommt man das Kapital um die Idee in
einen Film umzusetzen?
In vielen Fällen besitzen Produzenten nicht die Möglichkeit, nur mit eigenen
Mitteln in Vorleistung zu gehen und dann den Film im Markt zu verwerten.
Es stellen sich die Fragen:
Welche Möglichkeiten der Filmfinanzierung gibt es?
Wie findet man für seine Filmidee kapitalkräftige Partner?
Welche Perspektiven eröffnen sich durch Zweit- und Drittverwertung?
Welche Möglichkeiten bietet das Internet?
Ausgehend von diesen Frage, möchten wir Ihnen die unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten, die derzeit bei Film- und Fernsehproduktionen praktiziert werden, darstellen. In den Blick genommen werden beispielsweise die Beteiligung von (privaten) Fernsehanbietern, der Privatbanken, Landesbanken oder ähnlichen Institutionen an der Filmfinanzierung.
Öffentliche Filmförderung und Finanzierung
Der Film ist ein wichtiges Kultur- und Wirtschaftsgut.
Erhalt und Entwicklung deutscher Filmkultur sind nur möglich auf der Basis einer
funktionierenden Filmwirtschaft. Dieses Ziel ist nur durch öffentliche Förderung
erreichbar. Bund und Bundesländer haben deshalb ein hohes Interesse daran, den
Film- und Medienstandort Deutschland durch Förderung einer leistungs- und
wettbewerbsfähigen Film- und Medienwirtschaft zu stärken.
weiter
Die private Filmfinanzierung
Kreditinstitute stehen zögernd der Filmbranche gegenüber, da der Erfolg ihres Kapitaleinsatzes für sie schwer kalkulierbar ist. Aber bei den Privatfinanziers und Kleinanleger steigt die Bereitschaft, ihr Kapital in die Produktion von Filmen zu investieren. Welche Möglichkeiten bietet der Markt? ... der Bereich ist in Vorbereitung
Fördernews
Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Deutscher Filmförderfonds stärkt Produktionsstandort Deutschland

20.01.2011 Berlin - Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) hat seit seiner Initiierung
durch Kulturstaatsminister Bernd Neumann vor über vier Jahren die in ihn
gesetzten Erwartungen mehr als erfüllt. „Der DFFF hat es zügig geschafft, die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der hiesigen Filmwirtschaft deutlich zu
steigern. Innerhalb der letzten Jahre wurde durch den DFFF die
Wettbewerbsfähigkeit gerade der mittelständischen Filmwirtschaft in Deutschland
gestärkt und stabilisiert. Auch für internationale Kinoproduktionen ist
Deutschland mittlerweile ein hoch attraktiver Produktionsstandort geworden“,
erklärte Staatsminister Bernd Neumann.
Die aktuelle Jahresbilanz des DFFF zeigt, dass in den letzten beiden Jahren die
Zahl von Filmproduktionen mit einem Budget zwischen 2 und 5 Mio. Euro mit 36
(2010) bzw. 38 (2009) deutlich höher lag als in den Jahren davor mit 21 (2008)
bzw. 31 (2007).
Darüber hinaus weist di e Jahresbilanz aus, dass der DFFF zwischen Januar und
Dezember 2010 insgesamt rund 58,9 Mio. Euro vergeben hat. Die in diesem Jahr
geförderten Projekte, - darunter 80 Spiel-, 30 Dokumentations- und 4
Animationsfilme - sorgen erneut für wirtschaftliche Effekte in einer
Größenordnung von über 340 Mio. Euro in der deutschen Filmproduktionsbranche und
liegen damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (344 Mio.) Seit seiner
Einrichtung im Januar 2007 förderte der DFFF 416 Filmproduktionen mit insgesamt
234,0 Mio. Euro, die im Laufe der vier Jahre in Deutschland für
Folgeinvestitionen im Rahmen der Herstellung von Filmen in Höhe von mehr als 1,4
Mrd. Euro sorgten.
Die höchste Fördersumme des letzten Jahres wurde der internationalen
Großproduktion DIE DREI MUSKETIERE zugesprochen, für den 7,5 Mio. Euro bewilligt
wurden. Neben WICKI UND DIE STARKEN MÄNNER Teil 2 ist dies die erste
3D-Produktion, die fast vollständig in Deutschland realisiert und produziert
wurde.
Durch den „Deutschen Filmförderfonds“ werden jährlich 60 Millionen Euro für die
Produktion von Kinofilmen in Deutschland zur Verfügung gestellt. Dabei ist eine
Erstattung von 16 - 20 Prozent der in Deutschland ausgegebenen Produktionskosten
vorgesehen. Von der Maßnahme profitieren nicht nur große Produktionen, sondern
auch kleinere und mittlere Produktionen mit einem Budget ab einer Million Euro
bei Spielfilmen. Damit werden die Auslastung der Studios und filmtechnischer
Betriebe und entsprechende Arbeitsplätze in Deutschland gesichert.
Die Liste aller 2010 geförderten Projekte ist unter
www.DFFF-FFA.de
eingestellt.
FFA vergibt 2,5 Mio. € Projektfilm-Förderung
28.01.2011 Berlin - Die Vergabekommission der FFA hat in ihrer 193. Sitzung
insgesamt € 2,5 Mio. an Produktionsförderung für 9 Projekte von einigen der
profiliertesten deutschen Filmemacher vergeben. Unter den Förderzusagen ist auch
das neue Projekt mit dem Titel GLÜCK von Erfolgsregisseurin Doris Dörrie
(KIRSCHBLÜTEN – HANAMI, DIE FRISEUSE). Der Film basiert auf dem Bestseller
"Verbrechen", dem spannungsgeladenen Debutroman des Strafverteidigers Ferdinand
von Schirach. Der Kommission unter dem Vorsitz von Angela Lipp-Fläxl lagen
einschließlich Widersprüche 25 Anträge vor.
Unter den geförderten Produktionen sind darüber hinaus mit THAT’S ALL sowohl das
neue Projekt des Deutschen Filmpreisträgers Hans-Christian Schmid (STURM, DIE
WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT) wie auch der Nachfolger von DAS WEISSE BAND von
OSCAR-Preisträger Michael Haneke mit dem Titel LIEBE. Eine Förderzusage erhielt
auch NACHTZUG NACH LISSABON, die Romanverfilmung nach Pascal Merciers
gleichnamigem Bestseller unter der Regie des preisgekrönten dänischen Regisseurs
Bille August (GOODBYE BAFANA, PELLE, DER EROBERER). Darüber hinaus förderte die
Kommission mit AUSGERECHNET SIBIRIEN das Spielfilmdebut des DFF-Absolventen Oleg
Assadulin mit Joachim Król in der Hauptrolle.
Die Förderungen im Detail:
500.000 € an KEINOHRHASE UND ZWEIOHRKÜKEN
Hersteller: Cartoon-Film, Berlin
Regie: Til Schweiger, Thilo Graf Rothkirch
Autoren: Til Schweiger, Klaus Baumgart
450.000 € an NACHTZUG NACH LISSABON
Hersteller: Studio Hamburg FilmProduktion GmbH, Hamburg
Regie: Bille August
Autoren: Uli Herrmann, Greg Latter
300.000 € an GLÜCK
Hersteller: Constantin Film Produktion, München
Regie: Doris Dörrie
Autorin: Doris Dörrie
280.000 € an BARBARA
Hersteller: Schramm Film Koerner & Weber GbR, Berlin
Regie: Christian Petzold
Autor: Christian Petzold
250.000 € an LIEBE
Hersteller: X Filme Creative Pool GmbH, Berlin
Regie: Michael Haneke
Autor: Michael Haneke
250.000 € an AUSGERECHNET SIBIRIEN
Hersteller: Jooya Filmproduktion GmbH, Berlin & Getaway Pictures GmbH,
Berlin
Regie: Oleg Assadulin
Autor: Michael Ebmeyer
200.000 € THAT’S ALL
Hersteller: 23/5 Filmproduktion, Berlin
Regie: Hans-Christian Schmid
Autor: Bernd Lange
200.000 € NIKO – FAMILY AFFAIRS
Hersteller: Ulysses Filmproduktion, Hamburg
Regie: Kari Juusonen, Jorgem Lerdam
Autoren: Hannu Tuomainen, Marteinn Thorisson
50.000 € an STERNE ÜBER WISCHERSHAUSEN
Hersteller: Rohfilm GmbH, Berlin
Regie: Leopold Grün
Autor: Leopold Grün
Drehbuchfortentwicklung:
20.000 € an TIEF IM WALD
Autor: Jürgen Seidler
Produzent: Flying Moon Filmproduktion GmbH, Berlin
Die nächsten Antragstermine für die Produktionsförderung sind der 31. Januar und der 31. März 2011, die nächste Sitzung der Kommission ist am 5. und 6. April 2011.
HESSEN INVEST FILM FÖRDERT DIE SPIELFILME "DER DEUTSCHE FREUND" UND "LABYRINTH" UND DEN DOKUMENTARFILM "11 FREUNDINNEN"
11.01.2011
Frankfurt am Main - Die
Kommission für HessenInvestFilm hat in ihrer jüngsten Sitzung drei Projekte mit
insgesamt 700.000 Euro gefördert.
Die höchste Förderung ging mit 350.000 Euro an das Spielfilmprojekt "Der
deutsche Freund", das von bundesrepublikanischer Seite von Malena Filmproduktion
und Geißendörfer Filmproduktion verantwortet wird. Vor dem Hintergrund der
politischen Umwälzungen in Argentinien und Deutschland erzählt Regisseurin
Jeanine Meerapfel die zwischen Buenos Aires, Frankfurt und Patagonien
angesiedelte ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Argentiniern,
deren deutsche Abstammung nicht unterschiedlicher sein könnte: sie die Tochter
jüdischer Emigranten, er der Sohn eines hochrangigen Nazis. Für die Hauptrollen
der deutsch-argentinischen Co-Produktion haben Mia Maestro, Max Riemelt und
Benjamin Sadler zugesagt. In Hessen finden vier Drehtage statt, u.a. wird die
Studentenrevolte 1968 in der Frankfurter Goethe-Universität zum Leben erweckt.
200.000 Euro Förderung erhielt das Dokumentarfilmprojekt "11 Freundinnen" der
Frankfurter Pandora Filmproduktion. Die aus Korea stammende hessische
Dokumentarfilmerin Sung-Hyung Cho begleitet darin während der
Fußballweltmeisterschaft der Frauen in Deutschland 2011 deutsche und
internationale Fußballerinnen bei der Vorbereitung und den
Weltmeisterschaftsspielen und fokussiert die Innenansicht der Spielerinnen und
ihre Träume, aber auch ihre Probleme.
Das ebenso aktuelle wie brisante Thema der radikal- islamistischen Terrorgefahr
greift die türkisch-deutsche Co-Produktion "Labyrinth" auf. Der Thriller, den
die Frankfurter Stoked Film zusammen mit Ekip Film aus Istanbul produziert,
verknüpft den Wettlauf türkischer Geheimdienstler gegen die Zeit, um ein
Selbstmord-Attentat zu verhindern, mit den Anschlagsvorbereitungen der
Terroristen, deren Ziel eine Bosporus-Brücke ist. HessenInvestFilm fördert das
Projekt mit 150.000 Euro. In Hessen finden drei Drehtage statt.
Insgesamt hat HessenInvestFilm seit Jahresbeginn 2010 damit zehn Projekte mit
einer Fördersumme von insgesamt über 3,4 Mio. Euro gefördert